500 für die N2S – „Trash & Grimme“

Es ist vollbracht!
Das 5. „große“ Spendenprojekt für die Neven Subotic Stiftung meinerseits ist seit gestern offiziell beendet.

LINK zum LIVE-STREAM

Was mit den ersten Gedankenspielen quasi begann, als mit dem 1. Lockdown und der Ziellinie meines 266km-Laufs „für Papa & die N2S“ das letzte Projekt endete,
wurde über den Jahreswechsel eine fixe Idee & letztendlich mit Februar/März ein echter PLAN.

Und JA – auch jetzt „rattert“ die maazel`sche Hamsterrübe tatsächlich schon wieder, was man denn noch so in Angriff nehmen könnte…

Aber zurück auf Anfang –
Ein Jahr keinen BLOG zu Papier zu bringen oder überhaupt nur zwei längere Text-Beiträge die letzten zwei Jahre zeigen ja „nur“, wieviel Herzblut ich auch kopftechnisch in die Äthiopien-Reise 2019 und den Halb-Deutschland-Lauf zu Ehren meines Vaters 2020 gesteckt habe.

Dazu diese Pandemie-Geschichte, die sogar mich – vermutlich wie jede*n aktuell – etwas #mütend macht, wenngleich ich denke, dass wir seit meiner Laufrückkehr letztes Jahr im März eigentlich ganz geil damit klarkommen.

Wir sind oft an der frischen Luft – hatten einen tollen Sommerurlaub inkl. der lang erträumten Drei Zinnen – und versuchen grundsätzlich immer, das Beste aus allem zu machen.
Aber damit soll es auch gut sein mit Covid-19…

Irgendwann Richtung Herbst/Winter wurde jedenfalls mein Training wieder mehr –
ansonsten waren letztes Jahr ja nur der eigene lange Lauf und zwei kleine, aber super organisierte 10km-Wettkämpfe im Bereich Phönix-West bzw. eine virtuelle Geschichte vom Challenge Roth angesagt –
und so radelte ich fast jeden Monat über 1000km im Keller (aka PainCave) auf Zwift und nach über 300 (!) Rennen dort wollte ich neue Sachen ausprobieren. –> (siehe Zwiftpower)

Also bin ich an Nikolaus erst mal ein sogenanntes vEveresting über 12 Stunden mit eben diesen Höhenmetern des Mount Everest (8,5 x Alpe du Zwift) gefahren – Kerr, war ich AUF – wobei ich tatsächlich doch nur die Hälfte der 209km im Sattel saß –
bergab kann man den Avatar nämlich allein rollen lassen und sich umziehen, was futtern & kurz aufs Klo usw. – Klingt komisch – ist aber so.

Etwas anders wurde die Geschichte, um die es vergangenen Samstag ging:

Inspiriert durch Sebastian Trimborn, der quasi als Vorlage galt, kam auch bei mir die Idee, 500km am Stück in die virtuelle Zwift-Welt zu fräsen. Nicht draußen, weil ich wegen Corona grad keinen Bock hatte, um mit dem Zug an einen Start-Punkt zu kommen, durch Deutschland zu cruisen. Und auch die Schlafplatzsuche wäre wohl noch schwieriger, als eh schon bei dem Teil im März 2020, als erst „alles begann“. Ihr wisst` schon… 🦠

Zu „leicht“ sollte die – nennen wir es neumodern Challenge – aber auch nicht werden.
Weil „einfach“ kann ja bekanntlich jede*r. Also beim Sebastian ein Stück mitgefahren, selbst bei ein paar 100km-Trainings hin- und her getestet und weiter gegrübelt.
Kurz Revue passieren lassen, was mit Ötztaler und Ruhrtalradweg mim Gravel bis dato die längsten Rad-Geschichten waren. Noch die 4-6 Radeinheiten beim Langdistanz-Triathlon grob dazu sinniert.

Jepp – passt!
Verdoppelste einfach Deine „persönliche Bestweite“ von ca. 242km und rundest halt auf –
so zumindest mein verkürztes Gedankengut.

Und damit Deine Motivation gaaaaanz weit oben bleibt, mach` doch wieder ein Spendenprojekt für sauberes Trinkwasser & die Neven Subotic Stiftung aus dem Ganzen.
Dann klappt das schon.

Zack – Ende der Brainstorming-Geschichte! Pragmatisch kann ich gut. 😉

Lange Rede, kurzer Sinn – als obendrein klar wurde, dass unser diesjähriger Ski-Urlaub in der 2. Heimat Ötztal (sehr wahrscheinlich 2 traumhafte Wochen für Toni & mich) leider nicht stattfinden konnte, wusste ich spätestens Anfang März:

Ich fahre 500km Fahrrad auf Zwift – für die Stiftung. So schnell, wie möglich und in einem durch, nach Möglichkeit in 40er-Schnitt oder schneller – je nach Support…

Und so entstand eine Geschichte, die im YouTube – Livestream – Chat laut Casbaah irgendwo zwischen „Trash TV und Grimmepreis“ anzusiedeln ist.

Anfangs wollte ich gar nichts live berichten, aber dann habe ich 2-3 Vorlagen gesehen (Trimborn, Jendrusch & Co.) in denen ich mir zumindest grob vorstellen konnte,
zumindest „mal ON“ zu gehen & aktuell zu zeigen, was grad so „Stand der Dinge“ ist…

Gut, diese mal AN und mal AUS ist bei einem Stream gar nicht so einfach, weil man dann mehrere Links anbieten müsste – tatsächlich gefühlt ultrakompliziert und für mich als der geborene Endanwender eher schwierig und mit einfacher YouTube-Lizenz kaum denkbar.

Hinzu kamen (zunächst rauschende) Tontechnik, Bildherstellung und andere Dinge, die ich vorher nie im Leben durchdacht hätte.
Aber ich kenne zum Glück tolle Menschen mit Ahnung und habe bei einem Stream-Test zu 100km Ende März alles noch mal ausprobiert.
DANKE hier auch an die Teilnehmer des Tests und den Helfern, wie Niklas und Benni.
Sogar das „Spiegeln“ von Zwift funzte irgendwann über den Umweg 2. Test-Account.

Und auch den Hinweis, mit der Musik aufpassen zu müssen, damit der Stream nicht wegen GEMA sofort blockiert wird, habe ich dankend im Vorfeld zur Kenntnis genommen.

Kadavertechnisch war u.U. nicht ganz so clever, mit meiner Frau gemeinsam den Monat vorher noch eine Stoffwechselkur durchzuziehen. 😉 Mein Kalorien-Haushalt war nämlich nach manchen Trainingsfahrten so tief im Keller, dass ich schon fast „Kreislauf“ bekam.

Umgekehrt war ich bei einem Zugspitz-Ultra „damals“ ähnlich im Kalorien-Defizit verfahren und hatte gute Erfahrungen damit gemacht. Das bestätigte sich dieses Mal auch wieder.

Leichter trainiert es sich halt auch leichter. 😉

Was ich nicht erwartet hatte, war die Tatsache, wie mich das ganze Projekt doch beschäftigte! Zum einen diese ganzen Unwägbarkeiten mit der Technik – auch die der Spendenhomepage, weil beispielsweise Paypal mal nicht ging – und zum anderen die der eigenen Psyche.

Denn in den 2-3 Tagen vorher – ich hatte zum Glück doch eine Woche Urlaub – war ich plötzlich ziemlich aufgeregt.
Und das kenne ich nicht mal so drastisch bei „echten“ Wettkämpfen.

Entweder man ist das gar nicht mehr gewohnt nach so viel Abstinenz von den realen Wettkampf-Veranstaltungen, oder es lag an dieser wohl vorhandenen Kombination der Verantwortung für die Stiftung, Spenden erbringen zu wollen und der eigenen zu erbringenden Leistung… Wobei ich das durch die anderen Events für die N2S eigentlich auch kannte.

In Gänze war die wirsche Suche nach neuen Kettenblättern und anderem neuen Material für das in die Tausende gekommene TRI-Bike im „Pain-Cave“ fast schon sachlich und unaufgeregt. Zu Holen war eh nichts in der Umgebung. („Komm im Juni wieder“)

Also weiterfahren auf der extrem ausgelutschten Erst-Kette vom geliebten Aero1.

Aber:
Rüdiger von Kellersprinter hatte mich noch bestens mit einem neuen KickR ausgestattet – und das Teil ist wirklich raketen-GEIL.
Rockt wie hulle und ist für mich tatsächlich noch mal ein Upgrade bei meiner nunmehr
3. Variante „Rollentrainer“. Schließlich will man sich ja pudelwohl fühlen vor so einem Brett.

Noch 3-4 nicht ganz geistreiche Trainingseinheiten – u.a. draußen mit Ginnsen & per Live-Schaltung mit Nikfred, aber sei`s drum. (180€ waren den Workout-Schmerz wert!)

Letzten (Kar-) Samstag, 3. April – war es dann soweit:

6 Uhr wach nach unruhiger Nacht – Espresso und ein kleines Frühstück in den Balch gehauen – ging es ab in den Keller, der netto schon 3 Wochen (!) meine sportliche Herberge war.
Ab hier waren zum Glück alle Rituale stimmig & griffig. Apfel TV anmachen, Schuhe an, Trikots, Gels, Handtücher, Elektro-Geräte… alles parat.

Über OBS schon mal den Stream vorbereitet, Glotze mit Nachrichten-Ticker an, alles auf Strom, meldete ich mich bei Zwift an…

Nachts hatte ich noch mein dort erstelltes (Info-) MeetUp gelöscht, weil mir niemand (inkl. Eric Min von Zwift) so wirklich zusichern konnte, ob ich dann alle Fahrer auf der Strecke sehen würde und so den Windschatten aller Fahrer*innen hätte nutzen können…

7:59 Uhr ging der wilde Ritt los… WATOPIA – Tempus Fugit – für 12-13 Stunden.
Und sie waren da! Zum Glück – die Helfer*innen, die ich über den Tag brauchen würde.

Jens-Uwe aka „Moppel macht mobil“, Tim Oldenburg, Oli Hinz und andere ZOOT`ler im Ohana-Style, später folgten Alex Heid mit grandiosem Support, Profi-Wasserträger „Specker“, Blacky Matze, Frank Groß und viele mehr – JA und auch diese ELA HABER, die selbst über 200km abgerissen hat und davon sicher über 150km an meiner Seite war. DANKE – der Hammer!!

Und natürlich der kurze Live-Stream mit Laufband-Weltrekordhalter FLOW Neuschwander nicht zu vergessen, der zunächst erst verträumt woanders in Watopia rumradelte und Insta-live-Videos drehte… Aber dann hatte er ja doch noch etwas Zeit & wir hatten gemeinsam Spaß.

(Und sich somit für meinen Ü 180km-Support zu seinem Laufband-Rekord revanchierte.)

Ich wusste vorher, KEIN Mensch hat (verständlicherweise) Bock, sich so einen ganzen Maazel-Tag live im Stream zu geben! – Es sei denn, man ist mein eigenes Kind wie Anni & Toni –
oder ist mit mir verheiratet und wartet im Wohnzimmer vielleicht auf eine Espresso – oder Getränkebestellung… 😉
Aber großartig anders ließ sich dieses „LIVE“ leider nicht anders anbieten. Sorry.

Und so konnten immerhin über 700 „Aufrufe“ bei YouTube es zumindest nicht lassen, mich ab 9:30 Uhr etwas anzufeuern, mich gequält zu sehen und zu hören oder einfach nur neugierig sein, was der Spinner denn da wieder so anstellt.

Oder bei ca. 9:20 Stunden vom Video zu sehen und mitzuleiden, welche NOT entsteht, wenn bei Kilometer 420 (!) der Avatar plötzlich seinen Dienst verweigert und weder WATT, noch Trittfrequenz oder Puls erkennt. Das war wohl die heikelste Phase des Tages, wenngleich auch nur rund 10 Minuten. Jana`s Gast-Avatar hatte zum Glück parallel auch keinen Bock mehr, den stehenden Maazel zu betrachten… 😉 Ach, scheiß` komplizierte Technik dieses Zwift…

Reminder für mich, falls ich so etwas noch mal mache:

  • Begleiter*innen zeitlich organisieren, damit immer 3-5 bei mir sind. (pusht auch den Schnitt)
  • GEMA-mäßig bessere Motivations-Musik suchen (konnte Saxo-Gedudel selbst nicht hören)
  • vielleicht etwas weniger schlabbern 😉 („Wie kannst Du dabei durchgehend reden??“)

Spaß beiseite – Wer sich das „Teil“ mal im Nachgang scrollend reinzieht, wird viele Anekdoten mit vielen Menschen hören, mit denen ich echt geile Sportveranstaltungen gefinisht habe im letzten Jahrzehnt. War auch zwischendurch für mich selbst etwas witzig, davon zu erzählen.

Denn – ganz wichtig – es hat motiviert!
Ich hatte in rund 13 Stunden bei knapp über 200 Watt KEIN einziges TIEF und
WIR ALLE haben mich gepusht, dass ich fast einen 39er-Schnitt in den Zwift-Avatar bzw. den Smarttrainer gepresst habe.
So macht Haxen glühen doch echt Bock und verdrängt hier und da Piene und/oder technische Wehwehchen… (siehe Strava)

Und NEIN – ich war tatsächlich NICHT Pinkeln! *lach* (gab viele Nachfragen dazu)

Und so waren der Konsum von rund 10 Litern Getränke inkl. 3 Espresso wohl umgewälzt auf die pure Verbrennung. (fast 9500kcal)

Das Allerwichtigste aber als genialer Abschluss, auch mit dem gewissen Quäntchen
Egal-Denken bzgl. „Trash und Grimme“:

Über 100% bzw. 5100 €uro habt ihr sagenhaften Menschen zusammengespendet!!!

UND DAS ZÄHLT!

Bzw. ist es ein mal mehr WERT, so etwas auf die Beine zu stellen und es abzureißen. Und ich würde es wieder tun. Oder für „meine“ Stiftung halbnackt auf einem Bein hüpfen oder Kopfstand als Stream anbieten… (Wen es nerven sollte – der soll halt` weggucken!) 😉


Inkl. allen Makeln und Problemchen –> Als „Hobby-Sportler eben… 😉

IHR habt es für mich zu einem supergelungenen Event gemacht & ich bin sehr sehr dankbar!
Ein real gefühlter Wettkampf mit PERFEKTER ZIELLINIE. Gekrönt mit Überraschungs-Heineken per „Flaschenpost“ vom verrückten Benni…

Mit vielen grandiosen Ideen, wie Stream-Zeigen bei meinen Eltern (Danke Schwager) – mit Zoom-Call der Äthiopien-Crew (Danke Benni x 10) – mit den Hope-Shirts von Lina – oder mit wahnsinnig bewegenden Worten per PN, Chat oder wie auch immer… ❤️
Oft hatte ich doch Pipi im Auge – vor allem, wenn meine Kids als „Wasserträger“ um die Ecke kamen! Oder mich die Spendensumme zum Schlucken brachte…

JEGLICHER SUPPORT war wichtig! Und bleibt mir im Herzen & immer in Gedanken!

Dafür brenne ich! & bin ein demütiger Elefant, der nicht vergisst.

Und werde mir auch weiter überlegen, wie WIR GEMEINSAM für die Stiftung wirken können… vielleicht ja schon 2022 oder 23 – mit dann 1000km in 24 Stunden… 😉
oder was auch immer…

DANKE FÜR ALLES – IHR SEID DER WAHNSINN! ❤️

In Liebe & Herzblut – gesund bleiben – Euer Maazel

PS: Nach rund 4000 selbst erbrachten Kilometern in 2021 wünsche ich schönen Weltgesundheitstag & bedanke mich abermals explizit bei:

Spender*innen: Oli, Finkle, Biggi, Tanja, Blacky, 1000Sassie, Thorsten, Christoph, Rüdiger, Mum & Dad, Specker, Nicky Goertzy, Winnie, Nicola, Sven Prae, Andi Schang, Manuela, Manu Oestr., Barbara, Nell, Brilli, den Links, Imitch, Lude, Manni, Ramona, Elli, Bommi, Monti, Chris, Pitti, Metel, den Hördis, Jörg, Steffi, Patti, Tom, Carsten, Schulze, Nicky`s Workout-Crew, Michael, Tom, Röhrich Sven, Tim, Henk, Sascha, Benni, Anja & Michi Gersmann, Tim, Babsi, Tim, Sussi, Närde, Kai, Fine, Lieblings-iaK, Carsten, David, Moppel, Lisa, Natascha, Lars, den Berlitz, Henkel Tom, Atze Pop, Lilly & Jonas, Nicky, den Neun Höfers, Tore für Neven, Frank, den Borrinks, Tobi, Jens, der Kutscherstube, Frank, Steph Kü, Hansi, Oma Regina, Anna, Kirsten, Jennifer, Dennis, Sveeen, Anke, Björn, Lars, Nico, Hoss, Bob, Carsten, Divad, Biggifredo 2, den Gielens, Mark, Andreas TRI, Jasmin K, Silke Matthias Hö, den Tönnies, den Halberstadts, Bob Ross, Casbaah, Markus, den Schulzes, Tom El., den Sadlers, Thorsten, Inka, Markus, Schwiemu, den Vajens, Sczimma, Dirk & Ingrid, Kristin, Mille, Sternhochdrei, Anton, Jasmin R., Alex H, den Schröders, Dörthe, Andre G, Mäxken aus Mengede und den vielen „anonymen“…

Mit-Zwifter*innen: Frank der Große, Alex Harrer, Oli, Moppel, Alex Heid, Matthias Höfer, Ela, Julian O Spokes, Specker, Jarrod Cooke, Kevin, Falk Berger, Robert, Tom Elpunkt, der Bastel, Brömmel Lisa, Matthias Temmel, Marcel Fuhrer, Joel Mcallister (selbst fast 500), Tim O, Blacky, Kolibri Künna, Ito, FLOW, Bello, Hayashi, Karl, Daniel, Soucy, Denny, Jeroen, Pawel, Andreas, Nick, Adnan, Darren, Mike, Graham, Tetsuo, Christoph Mü, Carina, Marc, Patra, Andrew, Rycor Ide on, Karin, Christina, Carlo Fucci, Stewart & alle anderen Tempus-Fugit-Rocker*innen…

Für Papa & die N2S erfolgreich ♥

3-1/2 Tage ist es nun her – der Geburtstag meines Papa`s –
Hermann August Martens *19.03.1940

Letztendlich wohl nach seinen Kindheitstagen im Krieg, wo auch mein Opa „gefallen“ ist, einer der ungewöhnlichsten Geburtstage seiner nunmehr 80-Jährigen Geschichte.
Mit täglichen Meldungen neuer Infizierter – oder auch neuer Schritte gegen das Ansteigen der Zahlen. #flattenthecurve

Aber zurück Richtung Wochenende davor – mit Beginn meines Spendenlaufs.

Am Samstag, dem 14.03. war dieses COVID_19 aka „Corona“ noch relativ frisch –
die meisten haben es gar noch belächelt. Wir selbst waren Fastnacht noch im geliebten Tirol.
Sportveranstaltungen mit Publikum standen noch zur Debatte, unser Paris-Trip in der Vorwoche war erst Stunden zuvor abgesagt worden.

Nun ja – und bei mir stand halt der feste PLAN:
Ich laufe für eben diesen großartigen Papa und die Neven Subotic Stiftung – von der Nordsee nach Hause!

Warum dort ausgerechnet dort starten? Weil Papa in Moorhausen (Dangast/Varel) geboren wurde –
DAMALS – in der Meedenstr. – er vermutete selbst Nr. 1

Dort wollte ich wie ein „Strich runter auf der Karte“ zu seiner Haustür in Schwerte-Westhofen laufen, ihn umarmen und gratulieren – an seinem Geburtstag.
Die Idee war schnell geboren – Ende 2019.

Hey, läufste 250km und bist nach 5 x 50km „schon da“. Ideal als Spendenlauf mit der Idee, 1 Cent pro gelaufenen Kilometer zu spenden.
Gut, dass die detalierte Routen- und Schlafplatzplanung daraus insgesamt über 265km machten, war irgendwann egal. Bisserl „Schwund is` ja immer“.

Sturheit, Trotz, Motivation & der Glaube an die eigene Form ließen gedanklich irgendwann nicht mehr zu, die Sache NICHT anzugehen.
Auch wenn sogar Papa noch freitags davor sagte: „Junge, lass` es doch!“ – Seine Gedanken waren da aber noch nicht beim Virus – nein, er dachte an seinen Sohn und die tägliche Schinderei… & die armen Haxen.

Er wusste da noch nicht, dass ich seine große Schwester „Tante Gisela“ treffen durfte und mit ihr erstmals an & sogar in deren gemeinsamem Geburtshaus war.
Unfassbar, welch´ emotionaler Start! ♥

Tag 1 – Sonntag, 15.03.

Die örtliche Presse titelte im Nachgang schnell „Extremläufer trotzt Corona“ oder
1-2 kritische Stimmen hangelten sich ans „Open Window“, also den Effekt des „Plattseins“ und ich hätte mich in Gefahr begeben bzw. gar andere gefährdet. (RN+)

Ich kann nur sagen:
Diesem „Corona“ wollte ich nie und kann ihm auch gar nicht „trotzen“.
Das ist in meinen Augen ähnlich „extrem“ polemisch, wie immer wieder fehlerhafte Eckdaten einzubauen, wie die 50km (!!) *Kanister tragenden Frauen* in Äthiopien oder die Reise einzig mit Neven oder das wirsche Aufbauschen vom „Ultra“…
(es sind ca. 6-8km täglich und wir haben ihn dort getroffen! Nur als Beispiel)

Oder die Minderheit, die in einem durch Fries-, Ammer-, & Emsland trabenden Vollhonk auf 2 Beinen den Corona-„WIRT“ Nr. 1 suchen. Hallo?! Ich war nur Laufen… und:

Tag 2 – Montag, 16.03.

Es war einsam – die ersten 3 Tage einfach nur stumpf einsam – mit Bundesstraßen, Waldstücken und Landstraßen über ellenlange Abschnitte von oftmals 6-12km.

Öder kann es kaum sein und wenn ich auf täglicher Foto- und Video-Strecke kundgetan habe, dass ich kaum an Trinkbares gekommen bin – bedeutet das gleichwohl:
Ich habe KEINEN MENSCHEN getroffen, keine Geschäfte gefunden oder stand ab Montag & Dienstag bereits vor verschlossenen Türen. Wie soll ich da Viren austauschen?

Wenn ich da Revue passierend an unsere wunderbare Äthiopien-Reise letztes Jahr denke, war die Reise über die Woche quasi positiv „aufbauend“.
Tag 1 eine Site (Dorfgemeinschaft) OHNE Wasser, über die Bohrung, bis hin zu intakten Systemen, wie an der Schule oder auf dem Bio-Hof …usw. –

Äthiopien-Reise 2019 in Videos

So war meine vergangene Spendenlaufwoche das genaue und ja zunächst noch letzten Samstag undenkbare GEGENTEIL.
Samstags am Strand habe ich noch viele Familien beim Spaziergang gesehen
(wo ich aber bereits vorsichtig meine Cousine mit Ellbogen begrüßte) –
bis hin zu den letzten beiden Tagen, wo ich zunächst prüfen musste, ob ich nachmittags in den Hotels überhaupt schlafen darf und etwas Essbares bekomme.
Quasi ein „Abbauen“ in Sachen Zivilisation… Und das Zurück im tiefsten NRW.

Tag 3 – Dienstag, 17.03.

Eine wirklich krasse Entwicklung mit ordentlich Kopfkirmes unterwegs – ist ja jetzt nicht so, als hätte ich nicht unterwegs genug Zeit zum Nachdenken gehabt.
Mit Corona-Fall innerhalb der Family, einem bronchienbelasteten kleinen Sohn, mit einer menschen-kontakt-freudigen Tätigkeit, der ich ab morgen wieder beruflich nachgehen darf… usw. usw. usw. –

Ja, sogar mit direkten Problemen unterwegs, wenn einem die Begleiterin als „Verdachtsfall“ wegbricht oder man selbst bange wird, ob es noch richtig ist, wenn Olli (Begleiter der letzten beiden Tage) unbedingt helfen will und ob seine Anreise mit der Bahn überhaupt funktionieren würde…

Tag 4 – Mittwoch, 18.03.

Lange Rede – kurzer Sinn: Es war nicht ohne – aber es ist NICHTS gegen unser aller Aktuell-Problem namens COVID_19. Und diesem „trotze“ auch ich nicht!

Nach Tagesetappen von 59km – 51km – 52km – 50km und 54km und rund
355.000 Schritten bin ich einfach meiner Familie in die Arme gelaufen – um dann den Opa von Anni & Toni aus ca. 3m Ferne mit einer Verbeugung zu huldigen und zu gratulieren.

Tag 5 – Donnerstag, 19.03. – Papa`s Geburtstag

Wir schenkten ihm als Familie eine Reise – wieder nach Dangast –
an den Ort seiner Geburt – hoffentlich im Juni – oder irgendwann nach Corona…

Ein mit ihm durchgeführtes Telefongespräch am Abend des 19.03. ließ mich jedenfalls Einbrechen wie ein Kartenhaus. Aber dessen schäme ich mich nicht.
Freudentränen sind geil. Sie waren es in Äthiopien, sind es in den Armen der Liebsten & ich werde sie immer mit einem Lächeln abschließen…

JA – und sie sind erneut da – mit BLICK auf dieses Spenden-ENDE: 6000 €uro !!
Ihr lieben Menschen – dafür liebe ich Euch wirklich sehr! ♥
Ganz OHNE Polemik, Theatralik oder was auch immer ich grad eh alles für unangebracht halte…

Grundehrlich und authentisch wusste ich:
IHR lasst` mich wieder nicht im Stich – IHR seid unfassbar toll &
dafür meinen GLÜCKWUNSCH an EUCH: IHR sorgt für WASSER! ♥

Und: – es ist der 22.03.2020 – Weltwassertag! –> Stiftungs-Video

Könnte es denn passender enden?! DANKE DANKE DANKE
In Liebe – Euer Maazel

Ach ja: und bezüglich COVID_19:
Bleibt gesund und daheim! Und JA: –
Dieses einsame „Laufen“ oder mit den Liebsten draußen Sauerstoff tanken darf/soll man übrigens immer noch… 😉

Fetti kommt endlich ins Rollen…

…und das immerhin schon Ende April !! *schmunzel* (im wahrsten Sinne)

Aber zunächst erst mal FROHE OSTERN Euch allen…

Oh Mann –
Die Zahl meiner Wettkämpfe 2019 „geht d`accord“ mit der Zahl meiner aktuellen Trainings-Kilometer im Wasser – ja und auch der meiner bisherigen BLOG-Beiträge:
Sie beträgt jeweils 0 !!

Schrecklich, aber wahr – muss ich mir wohl nach einem gefühlten Jahrzehnt mit nunmehr 40 Jahren eingestehen, dass der Jahresstart einmal mehr ziemlich „ULLE-like“ war…
Da nutzt auch eine tolle neue Neo-Kooperation mit HUUB nichts.

Oder die mit BODYGLIDE –> kurzer Testbericht

Während ich seit Toni`s 2. Geburtstag und über den Jahreswechsel noch recht ambitioniert trainiert hatte, hat uns daheim der Februar gesundheitlich komplett zerschossen und entsprechend zurückgeworfen –
Alle krank – jeweils mit mehreren Infekte und ich war gefühlt 4-6 Wochen sogar ohne echte eigene Stimme –

was auch immer da der Kehlkopf mit mir vorhatte. Antibiotika, keine 3-5 dann wohl auch zu heftige Roll-Einheiten auf Zwift, das mittlerweile auch fast normale Gegrübel Richtung Herzmuskelentzündung und und und… Um es völlig mimimi-frei nur mal anzureißen.

Ob es danach die eigene Gelassenheit, die derbst gelungene Sause zu meinem 40. GEB
(DANKE noch mal allen Freunden & meiner Familie für die geile Nacht!) oder die zu arglose Disziplinlosigkeit beim Eis- und Nutella-Konsum des Neu-HK`s war…?!

keine Ahnung – jedenfalls sind gepaart mit wahrscheinlich drölfundölfzig Bierchen im Kreise der Liebsten wieder die „üblichen Verdächtigen“ 4-6 kg Winterspeck zu viel auf dem Kadaver!!

Da verspreche ich jährlich zur Startplatz-Vergabe von Roth hoch und heilig:
JA, ich werde regelmäßiger schwimmen trainieren – allein schon um die Träume SUB10 oder zumindest PB Anfang Juli noch mal in Angriff zu nehmen und dort die bis dato fehlenden Minuten beim 5. Langdistanz-Anlauf einzusparen…

Aber aktuell würde ich da fast nur auf dem Rad überhaupt an eine brauchbare Zeit glauben! Zwift lüppt und bockt – und sogar draußen fahren war trotz Platten bei der 1. Ausfahrt spaßig bis dato.

Aber Schwimmen und diesmal sogar das Laufen??! Na ich weiß nicht…

Für längeres als 10km fehlt oft die Zeit, ja sogar auch mal die Lust –
mit den Kids, dem Job oder was auch immer sind nicht mal regemäßig Haxenglut-Einheiten möglich…

Und fortwährende Nackenpiene gesellt sich auch gern hinzu!

Aber – ich gelobe Besserung – auch wie immer!

Spätestens mit meiner Sportkur ab nächste Woche soll etwas „die Peitsche knallen“ – ab nach Oberstdorf, Rennrad-Kilometer bolzen, 1-2 Wettkämpfe an den Wochenenden einstreuen und hier und da dann auch ein paar Kalorien über die Tage einsparen…

Dann klappt`s auch sicher wieder mit dem Kadaver!

Der Kopf hat jedenfalls Bock auf die spannenden kommenden Wochen – vor allem, weil auch die lang ersehnte Äthiopien-Reise nicht mehr allzu weit weg ist.

Am 2. Juni ist schon Abreise und alles in allem ist das tatsächlich dieses Jahr noch mehr Highlight, als der ganze sportliche Kram, der sonst die Jahre immer im Vordergrund stand.

Wer noch dabei helfen mag, mich zum „Brunnenspender“ zu machen –
HIER sind Eure Links: Spendenprojekt // Facebook-Gruppe // Veranstaltung

Emotional wird das sicherlich unbeschreiblich…

Bis dahin – Lacht` mit der Sonne und bleibt` fröhlich… In Liebe – Euer Maazel