500 für die N2S – „Trash & Grimme“

Es ist vollbracht!
Das 5. „große“ Spendenprojekt für die Neven Subotic Stiftung meinerseits ist seit gestern offiziell beendet.

LINK zum LIVE-STREAM

Was mit den ersten Gedankenspielen quasi begann, als mit dem 1. Lockdown und der Ziellinie meines 266km-Laufs „für Papa & die N2S“ das letzte Projekt endete,
wurde über den Jahreswechsel eine fixe Idee & letztendlich mit Februar/März ein echter PLAN.

Und JA – auch jetzt „rattert“ die maazel`sche Hamsterrübe tatsächlich schon wieder, was man denn noch so in Angriff nehmen könnte…

Aber zurück auf Anfang –
Ein Jahr keinen BLOG zu Papier zu bringen oder überhaupt nur zwei längere Text-Beiträge die letzten zwei Jahre zeigen ja „nur“, wieviel Herzblut ich auch kopftechnisch in die Äthiopien-Reise 2019 und den Halb-Deutschland-Lauf zu Ehren meines Vaters 2020 gesteckt habe.

Dazu diese Pandemie-Geschichte, die sogar mich – vermutlich wie jede*n aktuell – etwas #mütend macht, wenngleich ich denke, dass wir seit meiner Laufrückkehr letztes Jahr im März eigentlich ganz geil damit klarkommen.

Wir sind oft an der frischen Luft – hatten einen tollen Sommerurlaub inkl. der lang erträumten Drei Zinnen – und versuchen grundsätzlich immer, das Beste aus allem zu machen.
Aber damit soll es auch gut sein mit Covid-19…

Irgendwann Richtung Herbst/Winter wurde jedenfalls mein Training wieder mehr –
ansonsten waren letztes Jahr ja nur der eigene lange Lauf und zwei kleine, aber super organisierte 10km-Wettkämpfe im Bereich Phönix-West bzw. eine virtuelle Geschichte vom Challenge Roth angesagt –
und so radelte ich fast jeden Monat über 1000km im Keller (aka PainCave) auf Zwift und nach über 300 (!) Rennen dort wollte ich neue Sachen ausprobieren. –> (siehe Zwiftpower)

Also bin ich an Nikolaus erst mal ein sogenanntes vEveresting über 12 Stunden mit eben diesen Höhenmetern des Mount Everest (8,5 x Alpe du Zwift) gefahren – Kerr, war ich AUF – wobei ich tatsächlich doch nur die Hälfte der 209km im Sattel saß –
bergab kann man den Avatar nämlich allein rollen lassen und sich umziehen, was futtern & kurz aufs Klo usw. – Klingt komisch – ist aber so.

Etwas anders wurde die Geschichte, um die es vergangenen Samstag ging:

Inspiriert durch Sebastian Trimborn, der quasi als Vorlage galt, kam auch bei mir die Idee, 500km am Stück in die virtuelle Zwift-Welt zu fräsen. Nicht draußen, weil ich wegen Corona grad keinen Bock hatte, um mit dem Zug an einen Start-Punkt zu kommen, durch Deutschland zu cruisen. Und auch die Schlafplatzsuche wäre wohl noch schwieriger, als eh schon bei dem Teil im März 2020, als erst „alles begann“. Ihr wisst` schon… 🦠

Zu „leicht“ sollte die – nennen wir es neumodern Challenge – aber auch nicht werden.
Weil „einfach“ kann ja bekanntlich jede*r. Also beim Sebastian ein Stück mitgefahren, selbst bei ein paar 100km-Trainings hin- und her getestet und weiter gegrübelt.
Kurz Revue passieren lassen, was mit Ötztaler und Ruhrtalradweg mim Gravel bis dato die längsten Rad-Geschichten waren. Noch die 4-6 Radeinheiten beim Langdistanz-Triathlon grob dazu sinniert.

Jepp – passt!
Verdoppelste einfach Deine „persönliche Bestweite“ von ca. 242km und rundest halt auf –
so zumindest mein verkürztes Gedankengut.

Und damit Deine Motivation gaaaaanz weit oben bleibt, mach` doch wieder ein Spendenprojekt für sauberes Trinkwasser & die Neven Subotic Stiftung aus dem Ganzen.
Dann klappt das schon.

Zack – Ende der Brainstorming-Geschichte! Pragmatisch kann ich gut. 😉

Lange Rede, kurzer Sinn – als obendrein klar wurde, dass unser diesjähriger Ski-Urlaub in der 2. Heimat Ötztal (sehr wahrscheinlich 2 traumhafte Wochen für Toni & mich) leider nicht stattfinden konnte, wusste ich spätestens Anfang März:

Ich fahre 500km Fahrrad auf Zwift – für die Stiftung. So schnell, wie möglich und in einem durch, nach Möglichkeit in 40er-Schnitt oder schneller – je nach Support…

Und so entstand eine Geschichte, die im YouTube – Livestream – Chat laut Casbaah irgendwo zwischen „Trash TV und Grimmepreis“ anzusiedeln ist.

Anfangs wollte ich gar nichts live berichten, aber dann habe ich 2-3 Vorlagen gesehen (Trimborn, Jendrusch & Co.) in denen ich mir zumindest grob vorstellen konnte,
zumindest „mal ON“ zu gehen & aktuell zu zeigen, was grad so „Stand der Dinge“ ist…

Gut, diese mal AN und mal AUS ist bei einem Stream gar nicht so einfach, weil man dann mehrere Links anbieten müsste – tatsächlich gefühlt ultrakompliziert und für mich als der geborene Endanwender eher schwierig und mit einfacher YouTube-Lizenz kaum denkbar.

Hinzu kamen (zunächst rauschende) Tontechnik, Bildherstellung und andere Dinge, die ich vorher nie im Leben durchdacht hätte.
Aber ich kenne zum Glück tolle Menschen mit Ahnung und habe bei einem Stream-Test zu 100km Ende März alles noch mal ausprobiert.
DANKE hier auch an die Teilnehmer des Tests und den Helfern, wie Niklas und Benni.
Sogar das „Spiegeln“ von Zwift funzte irgendwann über den Umweg 2. Test-Account.

Und auch den Hinweis, mit der Musik aufpassen zu müssen, damit der Stream nicht wegen GEMA sofort blockiert wird, habe ich dankend im Vorfeld zur Kenntnis genommen.

Kadavertechnisch war u.U. nicht ganz so clever, mit meiner Frau gemeinsam den Monat vorher noch eine Stoffwechselkur durchzuziehen. 😉 Mein Kalorien-Haushalt war nämlich nach manchen Trainingsfahrten so tief im Keller, dass ich schon fast „Kreislauf“ bekam.

Umgekehrt war ich bei einem Zugspitz-Ultra „damals“ ähnlich im Kalorien-Defizit verfahren und hatte gute Erfahrungen damit gemacht. Das bestätigte sich dieses Mal auch wieder.

Leichter trainiert es sich halt auch leichter. 😉

Was ich nicht erwartet hatte, war die Tatsache, wie mich das ganze Projekt doch beschäftigte! Zum einen diese ganzen Unwägbarkeiten mit der Technik – auch die der Spendenhomepage, weil beispielsweise Paypal mal nicht ging – und zum anderen die der eigenen Psyche.

Denn in den 2-3 Tagen vorher – ich hatte zum Glück doch eine Woche Urlaub – war ich plötzlich ziemlich aufgeregt.
Und das kenne ich nicht mal so drastisch bei „echten“ Wettkämpfen.

Entweder man ist das gar nicht mehr gewohnt nach so viel Abstinenz von den realen Wettkampf-Veranstaltungen, oder es lag an dieser wohl vorhandenen Kombination der Verantwortung für die Stiftung, Spenden erbringen zu wollen und der eigenen zu erbringenden Leistung… Wobei ich das durch die anderen Events für die N2S eigentlich auch kannte.

In Gänze war die wirsche Suche nach neuen Kettenblättern und anderem neuen Material für das in die Tausende gekommene TRI-Bike im „Pain-Cave“ fast schon sachlich und unaufgeregt. Zu Holen war eh nichts in der Umgebung. („Komm im Juni wieder“)

Also weiterfahren auf der extrem ausgelutschten Erst-Kette vom geliebten Aero1.

Aber:
Rüdiger von Kellersprinter hatte mich noch bestens mit einem neuen KickR ausgestattet – und das Teil ist wirklich raketen-GEIL.
Rockt wie hulle und ist für mich tatsächlich noch mal ein Upgrade bei meiner nunmehr
3. Variante „Rollentrainer“. Schließlich will man sich ja pudelwohl fühlen vor so einem Brett.

Noch 3-4 nicht ganz geistreiche Trainingseinheiten – u.a. draußen mit Ginnsen & per Live-Schaltung mit Nikfred, aber sei`s drum. (180€ waren den Workout-Schmerz wert!)

Letzten (Kar-) Samstag, 3. April – war es dann soweit:

6 Uhr wach nach unruhiger Nacht – Espresso und ein kleines Frühstück in den Balch gehauen – ging es ab in den Keller, der netto schon 3 Wochen (!) meine sportliche Herberge war.
Ab hier waren zum Glück alle Rituale stimmig & griffig. Apfel TV anmachen, Schuhe an, Trikots, Gels, Handtücher, Elektro-Geräte… alles parat.

Über OBS schon mal den Stream vorbereitet, Glotze mit Nachrichten-Ticker an, alles auf Strom, meldete ich mich bei Zwift an…

Nachts hatte ich noch mein dort erstelltes (Info-) MeetUp gelöscht, weil mir niemand (inkl. Eric Min von Zwift) so wirklich zusichern konnte, ob ich dann alle Fahrer auf der Strecke sehen würde und so den Windschatten aller Fahrer*innen hätte nutzen können…

7:59 Uhr ging der wilde Ritt los… WATOPIA – Tempus Fugit – für 12-13 Stunden.
Und sie waren da! Zum Glück – die Helfer*innen, die ich über den Tag brauchen würde.

Jens-Uwe aka „Moppel macht mobil“, Tim Oldenburg, Oli Hinz und andere ZOOT`ler im Ohana-Style, später folgten Alex Heid mit grandiosem Support, Profi-Wasserträger „Specker“, Blacky Matze, Frank Groß und viele mehr – JA und auch diese ELA HABER, die selbst über 200km abgerissen hat und davon sicher über 150km an meiner Seite war. DANKE – der Hammer!!

Und natürlich der kurze Live-Stream mit Laufband-Weltrekordhalter FLOW Neuschwander nicht zu vergessen, der zunächst erst verträumt woanders in Watopia rumradelte und Insta-live-Videos drehte… Aber dann hatte er ja doch noch etwas Zeit & wir hatten gemeinsam Spaß.

(Und sich somit für meinen Ü 180km-Support zu seinem Laufband-Rekord revanchierte.)

Ich wusste vorher, KEIN Mensch hat (verständlicherweise) Bock, sich so einen ganzen Maazel-Tag live im Stream zu geben! – Es sei denn, man ist mein eigenes Kind wie Anni & Toni –
oder ist mit mir verheiratet und wartet im Wohnzimmer vielleicht auf eine Espresso – oder Getränkebestellung… 😉
Aber großartig anders ließ sich dieses „LIVE“ leider nicht anders anbieten. Sorry.

Und so konnten immerhin über 700 „Aufrufe“ bei YouTube es zumindest nicht lassen, mich ab 9:30 Uhr etwas anzufeuern, mich gequält zu sehen und zu hören oder einfach nur neugierig sein, was der Spinner denn da wieder so anstellt.

Oder bei ca. 9:20 Stunden vom Video zu sehen und mitzuleiden, welche NOT entsteht, wenn bei Kilometer 420 (!) der Avatar plötzlich seinen Dienst verweigert und weder WATT, noch Trittfrequenz oder Puls erkennt. Das war wohl die heikelste Phase des Tages, wenngleich auch nur rund 10 Minuten. Jana`s Gast-Avatar hatte zum Glück parallel auch keinen Bock mehr, den stehenden Maazel zu betrachten… 😉 Ach, scheiß` komplizierte Technik dieses Zwift…

Reminder für mich, falls ich so etwas noch mal mache:

  • Begleiter*innen zeitlich organisieren, damit immer 3-5 bei mir sind. (pusht auch den Schnitt)
  • GEMA-mäßig bessere Motivations-Musik suchen (konnte Saxo-Gedudel selbst nicht hören)
  • vielleicht etwas weniger schlabbern 😉 („Wie kannst Du dabei durchgehend reden??“)

Spaß beiseite – Wer sich das „Teil“ mal im Nachgang scrollend reinzieht, wird viele Anekdoten mit vielen Menschen hören, mit denen ich echt geile Sportveranstaltungen gefinisht habe im letzten Jahrzehnt. War auch zwischendurch für mich selbst etwas witzig, davon zu erzählen.

Denn – ganz wichtig – es hat motiviert!
Ich hatte in rund 13 Stunden bei knapp über 200 Watt KEIN einziges TIEF und
WIR ALLE haben mich gepusht, dass ich fast einen 39er-Schnitt in den Zwift-Avatar bzw. den Smarttrainer gepresst habe.
So macht Haxen glühen doch echt Bock und verdrängt hier und da Piene und/oder technische Wehwehchen… (siehe Strava)

Und NEIN – ich war tatsächlich NICHT Pinkeln! *lach* (gab viele Nachfragen dazu)

Und so waren der Konsum von rund 10 Litern Getränke inkl. 3 Espresso wohl umgewälzt auf die pure Verbrennung. (fast 9500kcal)

Das Allerwichtigste aber als genialer Abschluss, auch mit dem gewissen Quäntchen
Egal-Denken bzgl. „Trash und Grimme“:

Über 100% bzw. 5100 €uro habt ihr sagenhaften Menschen zusammengespendet!!!

UND DAS ZÄHLT!

Bzw. ist es ein mal mehr WERT, so etwas auf die Beine zu stellen und es abzureißen. Und ich würde es wieder tun. Oder für „meine“ Stiftung halbnackt auf einem Bein hüpfen oder Kopfstand als Stream anbieten… (Wen es nerven sollte – der soll halt` weggucken!) 😉


Inkl. allen Makeln und Problemchen –> Als „Hobby-Sportler eben… 😉

IHR habt es für mich zu einem supergelungenen Event gemacht & ich bin sehr sehr dankbar!
Ein real gefühlter Wettkampf mit PERFEKTER ZIELLINIE. Gekrönt mit Überraschungs-Heineken per „Flaschenpost“ vom verrückten Benni…

Mit vielen grandiosen Ideen, wie Stream-Zeigen bei meinen Eltern (Danke Schwager) – mit Zoom-Call der Äthiopien-Crew (Danke Benni x 10) – mit den Hope-Shirts von Lina – oder mit wahnsinnig bewegenden Worten per PN, Chat oder wie auch immer… ❤️
Oft hatte ich doch Pipi im Auge – vor allem, wenn meine Kids als „Wasserträger“ um die Ecke kamen! Oder mich die Spendensumme zum Schlucken brachte…

JEGLICHER SUPPORT war wichtig! Und bleibt mir im Herzen & immer in Gedanken!

Dafür brenne ich! & bin ein demütiger Elefant, der nicht vergisst.

Und werde mir auch weiter überlegen, wie WIR GEMEINSAM für die Stiftung wirken können… vielleicht ja schon 2022 oder 23 – mit dann 1000km in 24 Stunden… 😉
oder was auch immer…

DANKE FÜR ALLES – IHR SEID DER WAHNSINN! ❤️

In Liebe & Herzblut – gesund bleiben – Euer Maazel

PS: Nach rund 4000 selbst erbrachten Kilometern in 2021 wünsche ich schönen Weltgesundheitstag & bedanke mich abermals explizit bei:

Spender*innen: Oli, Finkle, Biggi, Tanja, Blacky, 1000Sassie, Thorsten, Christoph, Rüdiger, Mum & Dad, Specker, Nicky Goertzy, Winnie, Nicola, Sven Prae, Andi Schang, Manuela, Manu Oestr., Barbara, Nell, Brilli, den Links, Imitch, Lude, Manni, Ramona, Elli, Bommi, Monti, Chris, Pitti, Metel, den Hördis, Jörg, Steffi, Patti, Tom, Carsten, Schulze, Nicky`s Workout-Crew, Michael, Tom, Röhrich Sven, Tim, Henk, Sascha, Benni, Anja & Michi Gersmann, Tim, Babsi, Tim, Sussi, Närde, Kai, Fine, Lieblings-iaK, Carsten, David, Moppel, Lisa, Natascha, Lars, den Berlitz, Henkel Tom, Atze Pop, Lilly & Jonas, Nicky, den Neun Höfers, Tore für Neven, Frank, den Borrinks, Tobi, Jens, der Kutscherstube, Frank, Steph Kü, Hansi, Oma Regina, Anna, Kirsten, Jennifer, Dennis, Sveeen, Anke, Björn, Lars, Nico, Hoss, Bob, Carsten, Divad, Biggifredo 2, den Gielens, Mark, Andreas TRI, Jasmin K, Silke Matthias Hö, den Tönnies, den Halberstadts, Bob Ross, Casbaah, Markus, den Schulzes, Tom El., den Sadlers, Thorsten, Inka, Markus, Schwiemu, den Vajens, Sczimma, Dirk & Ingrid, Kristin, Mille, Sternhochdrei, Anton, Jasmin R., Alex H, den Schröders, Dörthe, Andre G, Mäxken aus Mengede und den vielen „anonymen“…

Mit-Zwifter*innen: Frank der Große, Alex Harrer, Oli, Moppel, Alex Heid, Matthias Höfer, Ela, Julian O Spokes, Specker, Jarrod Cooke, Kevin, Falk Berger, Robert, Tom Elpunkt, der Bastel, Brömmel Lisa, Matthias Temmel, Marcel Fuhrer, Joel Mcallister (selbst fast 500), Tim O, Blacky, Kolibri Künna, Ito, FLOW, Bello, Hayashi, Karl, Daniel, Soucy, Denny, Jeroen, Pawel, Andreas, Nick, Adnan, Darren, Mike, Graham, Tetsuo, Christoph Mü, Carina, Marc, Patra, Andrew, Rycor Ide on, Karin, Christina, Carlo Fucci, Stewart & alle anderen Tempus-Fugit-Rocker*innen…

Titten raus…

…is` Frühling!
Wie ich es gern jährlich „posaune“ bei den ersten echten Sonnenstrahlen!
Oder: Der Winter hat endlich ein Ende! Und hier war es arg ruhig seit Silvester und dem Abschied von unserem 6. Wolfpack-Mitglied Bo

  

Teils bewusst, weil keine Wettkämpfe und auch so nichts wirklich Spannendes, was es zu berichten gäbe, angesagt war. Aber eben auch nicht gänzlich unfokussiert auf lange Sicht – Schließlich ist in knapp über 80 Tagen schon wieder Challenge Roth angesagt…

  

Aber fangen wir mal unkonventionell mit Anfang März an:
Nach einem Ausflug ins Sauerland mit nächtlichen 16 Grad ergab es sich, dass ich mit Schüttelfrost & Co. zu Hause eingestehen musste, das vielleicht 2. Mal in 15 Jahren von einer richtigen Grippe niedergestreckt worden zu sein!

Dem Nimbus des „Ich werde nie krank!“ standen somit über 10 Tage GAME OVER – leider auch mit der kompletten Familie – und weitere 2 Wochen „geht so“ entgegen… Kadaver völlig platt! Gliederschmerzen, kranke Kinder, kranke Ehefrau…

 

Im Outfit wie irgendwelche „Heckenpenner“ haben wir uns zu Ärzten und ins Krankenhaus gequält – Was ein KACK! – Da können auch zwei gute Auftaktmonate ins Jahr in Sachen Training und die Tatsache, dass gefühlt JEDER diese Seuchen-Grippe hatte, nichts beschwichtigen…
Antibiotika machte jetzt bei Toni und mir (noch Mittelohr entzündet) auch nicht den Anschein, umgehend zu helfen…

 

Und es fühlte sich im Nachgang sogar noch schlimmer an!

Im Ötztal-Urlaub bei Freunden Ende März – das Wolfpack war glücklicherweise wieder rechtzeitig genesen und wir hatten eine sehr tolle Zeit – spürte der Papa nach 2-3 Trainingseinheiten „vielleicht etwas zu früh wieder eingestiegen“ arges Unbehagen Richtung Lunge- bzw. Brustbereich. Gepaart mit Heiserkeit und etwas Mattheit spielte mein Kopfkino sofort die Möglichkeit Herzmuskelentzündung hervor. (Bilder vom Urlaub)

  

Ob`s jetzt nur ein Placebo-Effekt war oder was für ein Kopfkram auch immer – jedenfalls ging es mir erst wieder „komplett gut“, als ich zu einem EKG-Check beim Doc war.

Keine 1-2 Tage später war ich schon wieder zum Strampeln in meinem Watopia-Keller!

  

Und JA: Als vor ziemlich genau 2 Jahren vom Auto angefahrener Radfahrer bekenne ich gern, dass ich ZWIFT & meinen BKool-Smarttrainer (Pro2) LIEBE !!

Die Entdeckung des Winters…

Zum Einen kann der Vatti sich zeit– und finanztechnisch grad keine Vorbereitungswoche a la Südsee „leisten“ – zum anderen bin ich wie gesagt froh um jeden Trainingskilometer, den ich „draußen“ auf dem noch immer ungeliebten Rennrad spare und umgekehrt die Effizienz sehr schätze, überhaupt Einheiten abzureißen!

  

So kamen jetzt schon über 2000km zusammen – (siehe Strava)
ob die jetzt immer besonders geistreich strukturiert waren, GA-, FTP-, Watt- und sonstwas-Werte besser geworden sind oder nicht, ist mir dabei fast völlig wumpe!

Ich saß auf dem Hobel und habe was gemacht und bin damit schon bei weitaus mehr Rad-Vorbereitung, als in den Winterphasen vergangener Jahre vor einer jeweiligen Langdistanz!
Sogar zwei 100km-Einheiten sind schon dabei & in der Euphorie hatte ich sogar versucht, beim berüchtigten Ötztaler zu starten…

An dieser Stelle sei wegen der Aktualität gesagt, dass ich den schrecklich verunfallten Mitstreitern von Hannes Hawaii Tours alles erdenklich Gute für eine vollständige Genesung wünsche und bedaure den Todesfall des Rad-Urgesteins Christoph Bohnen zutiefst…
Mein Beileid und Viel Kraft für Familie & Freunde! 🙁

Und auch wenn viele Zwift als nicht real verfluchen oder was auch immer die Urteile sind – Es mehren sich unnötige & zumeist tragische Unfälle, „Frodo“ hat es vor unlängst auch fast erwischt, TRI-Freak Lionel Sanders zeigt, dass es auch „nur“ mit Zwift ganz gut geht
(gestern Platz 1 und 2 in Kalifornien) – und nochmals:
ich bin selbst gebranntmarkt durch den Helmbruch und die Knochenbrüche vor dem IM 2016… Aber lassen wir das Gequängel im Detail.

  

Als aktiver Familienvater zwischen Toni-Windeln, Anni-Hobbies und eigenem Dienst auf den Punkt sagen können, wann ich aus dem Keller zurück bin, ist auch für meine bessere Hälfte sehr komfortabel und einfach nur praktisch!
„Jana – Alpe du Zwift heute – dürfte in 80 – 90min. wieder oben sein!“ Passt… und ist für alle Beteiligten entspannter! Oder ich heize in die Nacht – noch nach dem Spätdienst – und kann das Bapyphone daneben stellen…

  

Gut, durch Grippe und Smarttrainer-Gesüchtel habe ich sicher auch 1,2 Laufeinheiten schleifen lassen, aber das wird schon…
Auch wenn ich den heute stattfindenden Hannover-Marathon leider schon während der Herzmuskel-Gedankenspiele absagen musste!

  

„Nur“ Schwimmen sollte ich tatsächlich doch jetzt 2-7 mal mehr, um nicht wieder mit 1:20h in Roth aus dem Wasser zu krampen… Ich gelobe zumindest hier Besserung.
Mal wieder…

  

(#stop10seconds-Aktion von Unicef)

Und auch draußen werde ich bestimmt mal wieder radeln – zum Dienst oder auch mal mit Freunden auf der Rennmaschine… zur Not halt auf dem MTB –  aber zur Sicherheit bleibt der (Online-) „Zweithobel“ im Keller!
Bei Regen, Gewitter oder anderen Faktoren wäre dann als Garant für ein gutes & vor allem durchgeführtes Training die ZWIFT-Alternative startklar!

Bis dahin mache ich „MASSE“ abschwitzen in der Sonne mit den Kids…

Bleibt` gesund & stabil und genießt, was immer Euch Spaß macht… Euer Maazel

https://youtu.be/nA-E6PgHad0